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Dogsharing: So funktioniert’s bei Sparky und Sunny

Immer wieder hören wir von euch, dass ihr auf Hundelieb bereits wertvolle Kontakte geknüpft habt, mit denen ihr gemeinsam auf eure Vierbeiner aufpasst. Nun wird es Zeit, mehr über euch und eure Geschichten zu erfahren. Als erstes stellen wir euch heute Sunny und Sparky vor, die sich über ein abwechslungsreiches Leben mit gleich drei Hundefreunden freuen. Hundehalterin Sandrina und eine der Hundefreundinnen Anja, die Sparky in regelmäßigen Abständen am Wochenende betreut, haben uns davon erzählt.

Warum war das Thema Dogsharing für dich interessant?
Hundehalterin Sandrina: Ich bin Studentin und arbeite neben dem Studium zwanzig Stunden pro Woche nachts und am Wochenende. Meine Dienste sind oft 9 bis 13 Stunden lang, so lange können die Hunde leider nicht alleine bleiben. Da ich bereits am Ende meines Studiums bin, sind viele Freunde schon in andere Städte gezogen und auch meine Familie lebt in einem anderen Land, sodass kostenlose Aufpasser im persönlichen Umfeld schwierig zu finden sind. Hundebetreuungen sind aber gerade wenn es um Übernachtungen geht, oft sehr teuer. Ein Spaziergang in der Mitte der Schicht wäre zwar für Sunny möglich, Sparky allerdings kann gar nicht alleine bleiben. Natürlich schränkt mich Sparkys Trennungsangst auch in der Freizeit ein. Ich kann nicht spontan mit Freunden feiern oder ins Kino gehen. Einen Hundesitter zusätzlich zum Kinoticket zu bezahlen, wäre aber sehr teuer. Ein weiterer Punkt ist, dass Hundesitter oft viele Hunde haben, Sunny aber viel lieber Einzelhund ist. Dogsharing ist super, da ich so keine Kosten für Hundesitter aufbringen muss, die Hunde nicht alleine sein müssen und jemanden haben, der gerne selber einen Hund hätte und daher total auf ihre Bedürfnisse eingeht. Zusätzlich haben sie durch regelmäßige Treffen eine weitere Bezugsperson.

Dogsharing Sparky Sunny

Wie viele Hundefreunde hast du denn bereits getroffen und aus wie vielen hat sich ein regelmäßiger Kontakt ergeben?
Hundehalterin Sandrina: Nach vorheriger Absprache haben wir uns mit sechs Hundefreunden getroffen, wobei aus dreien regelmäßige Treffen geworden sind. Leider ist es nämlich so, dass es bei schönem Wetter mehr Interesse gibt, mit einem Hund etwas zu unternehmen. Wenn man sich mit Hundefreunden trifft, fragt man sich vorher: Kann ich auch Nein sagen oder ist das gemein? Was mache ich, wenn mir der Hundefreund bei einem Treffen nicht sympathisch ist oder ich das Gefühl habe, dass es einfach nicht passt, der Hundefreund meinen Hund aber total toll findet? Ich selbst habe eine Hundefreundin nach einem Treffen abgelehnt, weil als Aussage kam, dass sie sich Sparky nicht zutraue, weil er an der Leine pöbelt. Man hat jedoch eine große Auswahl an Hundefreunden und wir haben mittlerweile wirklich tolle Menschen gefunden.

Vielleicht magst du uns erzählen, was die unterschiedlichen Beweggründe der Hundefreunde waren, Sunny und Sparky bei dir zu “leihen”?
Hundehalterin Sandrina: Beweggründe von Hundefreunden, die ich getroffen habe, waren: Student und keine Zeit oder kein Geld für einen eigenen Hund; eine Familie, bei denen das Kind gerne einen Hund hätte oder die Eltern Kindern die Möglichkeit zum Tierkontakt geben wollten; eine Familie, die ihrem Sohn die Angst vor Hunden nehmen wollte; Berufstätige, die zu wenig Zeit für einen eigenen Hund haben, aber am Wochenende gerne spazieren gehen und Studentin mit eigenem verspielten Hund, die Spielpartner sucht, da man im Winter draußen kaum andere Hunde trifft.

Wie sieht eine typische Woche für deine Vierbeiner aus?
Hundehalterin Sandrina: Am Wochenende ist Sparky oft von Freitag bis Sonntag bei Anja, meistens bringe ich ihn vorbei, aber ab und an wird er auch abgeholt. Wenn ich unter der Woche Nachtdienst habe, wird Sparky von einer Hundefreundin betreut, die selber einen Hund hat. Diese holt ihn meist vor meiner Arbeitsstelle ab und bringt ihn am nächsten Tag mittags, sobald ich ausgeschlafen habe, zu mir nach Hause. Einmal pro Woche sind Sparky und Sunny gemeinsam von 16:30 bis 19:30 bei einer lieben Familie. Momentan holt die Familie die beiden ab und bringt sie auch wieder zurück. Sunny ist leider noch oft alleine, aber wir sind weiter auf der Suche nach lieben Hundefreunden und uns sicher, spätestens im Frühling wieder nette neue Menschen zu treffen.

Dogsharing Sparky Sunny

Anja, Was waren denn deine Beweggründe, dich auf Hundelieb anzumelden?
Hundefreundin Anja: Ich war auf der Suche nach einem Hund, den ich betreuen kann, weil ich es von Zuhause gewohnt bin, mit Hunden umgeben zu sein und das in der Großstadt sehr vermisse. Da ich Studentin bin, habe ich leider unter der Woche zu wenig Zeit, um selbst einen Hund zu halten. Meine Freundin meinte, ich solle doch Hundebesitzer in meiner Nachbarschaft ansprechen, ob sie jemanden brauchen. Das war mir aber eher unangenehm, deshalb habe ich im Internet nach Alternativen gesucht.

Wie sahen deine ersten Treffen mit Sparky aus?
Hundefreundin Anja: Bei unserem ersten Treffen sind wir zusammen mit Sunny und Sparky spazieren gegangen und ich habe mich direkt sehr gut mit Sandrina verstanden. Danach habe ich bereits zum ersten Mal auf Sparky alleine aufgepasst, wenn ich mich richtig erinnere auch direkt übers Wochenende.

Wie hat sich die Beziehung zu Sparky verändert vom ersten Treffen bis heute?
Hundefreundin Anja: Ich denke, jeder Hund braucht anfänglich ein paar Stunden, um Vertrauen zu fassen, das ging aber sehr schnell bei Sparky und mir. Dadurch, dass er fast jedes Wochenende bei mir ist, haben wir schon eine sehr starke Bindung und ein großes Vertrauen aufgebaut. Es ist sehr schön zu sehen, dass er sich jedes Mal wahnsinnig freut, zu uns zu kommen, denn es muss ja für beide Seiten passen! Sparky ist für mich der liebste Hund und ich freue mich jedes Mal so sehr auf die Wochenenden. Ich kenne keinen anderen Hund, der so gerne kuschelt und so anhänglich ist wie er. Zudem hat Sandrina ihn sehr gut erzogen und er hört sehr gut.

Wie sieht ein typischer Tag mit Sparky aus?
Hundefreundin Anja: An einem typischen Tag stehen wir früh auf. Sparky liegt dann bei uns im Bett und freut sich schon, dass endlich jemand wach ist. Kurz kuscheln, dann geht es für eine große Runde in den grünen Prater. Auch für mich Erholung pur, da ich ohne Hund eher selten spazieren gehe. Sparky darf in den Hundezonen immer frei laufen, da er sofort kommt wenn man ihn ruft und auf Befehl auch ohne Leine bei Fuß läuft. Wieder Zuhause gibt es für alle Frühstück. Da ich Sparky immer am Wochenende habe, unternehmen wir entweder etwas draußen oder sofern ich lernen muss, bleiben wir zusammen daheim. Vor dem Abendessen gehen wir dann noch eine große Runde und dann kuscheln wir uns am Abend zusammen auf die Couch.

Dogsharing Sparky Sunny

Wie kommen Sunny und Sparky mit den unterschiedlichen Frauchen/Herrchen zurecht?
Hundehalterin Sandrina: Anja war die erste Hundefreundin, die wir persönlich getroffen haben. Ich nahm beide Hunde mit zu einem gemeinsamen Spaziergang und sie verliebte sich in Sparky. Für ihn suchte ich damals auch dringender jemanden. Mittlerweile passt Anja seit ca. sieben Monaten regelmäßig auf Sparky auf. Ich bringe ihn ihr an ein bis drei Wochenenden im Monat Freitagabend und hole ihn Sonntagabend wieder ab. Sollte ich arbeiten, ist er gut betreut und habe ich frei, kann ich etwas mit Freunden unternehmen, wo keine Hunde mit dürften. Wenn Sparky Anja und ihren Freund sieht, fiept und bellt er und springt schwanzwedelnd an ihnen hoch, weil er sich so freut die beiden wieder zu sehen. Er hat so zusätzliche Bezugspersonen, weshalb Dogsharing für Sparky eine echte Bereicherung ist. Denn er hat lieber Spaß mit neuen Freunden, als traurig alleine zu Hause zu sein. Auch die Hundefreundin mit eigenem Hund ist eine Bereicherung. Oft bekomme ich Fotos und Videos wie die beiden Hunde miteinander kuscheln oder spielen. Die Familie ist ebenfalls sehr nett. Die Tochter spielt und kuschelt so viel mit den beiden Hunden, dass diese ausgelastet und am Abend völlig müde sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Dogsharing für uns eine echte Bereicherung ist. Denn meine Hunde sind viel weniger alleine und haben zusätzliche Bezugspersonen, die sie lieben und erleben viel mehr Abenteuer. Ich spare Kosten für einen Hundesitter und der Hundefreund kann Zeit mit einem Hund verbringen ohne selber laufende Kosten zu haben.

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