Sonja und Vanessa teilen sich Hund Jumper

Diesmal erzählt uns Hundehalterin Sonja von ihrem Hund Jumper mit einer nicht ganz einfachen Vergangenheit. Doch auch sie hat über Hundelieb eine fürsorgliche Hundefreundin, Vanessa, finden können, die problemlos mit ihm umgehen kann.
Wie ist deine Lebenssituation und warum war für dich ein Teilzeithund
interessant?
Hundefreundin Vanessa:
Ich
hatte über 10 Jahre einen eigenen Hund, welcher leider vor 2 Jahren
verstorben
ist. Da ich den ganzen Tag in der Arbeit bin und in dieser Zeit niemanden
habe,
der auf einen Hund aufpassen könnte, wollte ich mir nicht wieder einen neuen
zulegen. Da ich allerdings gerne in 4-beiniger Gesellschaft bin, habe ich
mich
auf die Suche nach einem Portal wie diesem gemacht.
Warum ist für dich ein Leben mit Hund lebenswerter?
Hundefreundin Vanessa:
Ich
glaube, jedem der einen Hund hat oder hatte, fallen 1000 Gründe ein, warum
ein
Hund das Leben lebenswerter macht. Die Besten für mich sind wahrscheinlich,
dass
ein Hund immer wahnsinnig viel Freude bereitet. Wenn man Heim kommt, freut
er
sich, dass du wieder da bist (auch wenn man nur 5 Minuten weg war) und ist
einfach immer glücklich, an deiner Seite zu sein. Er erkennt wie du dich
fühlst,
ist Seelentröster, Zuhörer, Entertainer und vieles mehr. Zudem “zwingt” dich
ein
Hund zur Bewegung, egal bei welchem Wetter – du musst dich bewegen und somit
vertreibt ein Hund den inneren Schweinehund.
Gibt es da Unterschiede zwischen einem geliehenen Hund und einem
eigenen?
Hundefreundin Vanessa:
Mit
einem geliehenen Hund ist es so wie bei Nichten, Enkeln, o.ä., die selten zu
Besuch sind – man versucht irgendwie das Beste aus der kurzen gemeinsamen
Zeit
zu machen. Da gibts dann ganz viel Aktivität, Spaß, Kuscheleinheiten und
vielleicht auch das ein oder andere Leckerli mehr.
Sonja, erzähl uns doch bitte mal von Jumpers
Vergangenheit
Hundehalterin Sonja:
Wir
haben Jumper vor mehr als drei Jahren aus dem Tierheim bekommen. Er hatte
schon
zwei Mal seinen Platz verloren und man wollte ihn nur mehr an jemanden
weitergeben, der viel Zeit und auch viel Platz für ihn hat. In zwei Jahren
entwickelte er sich zu einem freundlichen, lustigen Hund, der bei jedem
Event
und auf allen Reisen mit dabei war, lediglich mit anderen Hunden und
Motorrädern
kann er nicht so gut, was auf einen Biss eines anderen Hundes und viele
Operationen zurückzuführen ist. Er hatte danach mehrfach Menschen gebissen.
Wir
haben jedoch weiter zu ihm gehalten und es wurde wieder schrittweise besser.
Gassigehen konnten wir früher oft noch ohne Leine, da er sehr folgsam war
und
auf jeden Zuruf reagierte. Nun sind wir aber immer mit Leine unterwegs, um
gefährlichen Situationen aus dem Weg gehen zu können. Aufgrund der
Operationen
hat er einfach Angst, dass ihm wieder jemand wehtun könnte.
Warum warst du auf der Suche nach einem Hundefreund?
Hundehalterin Sonja:
Auch
wir möchten ab und an weggehen, und zwar ohne Angst und Stress. Ein
Hundefreund
müsste eigentlich nur bei ihm zu Hause im gewohnten Ambiente bleiben,
ansonsten
hat er Angst und fängt zu bellen an.
Wie verträgt sich der Hund aufgrund seiner Vorgeschichte mit
Vanessa?
Hundehalterin Sonja:
Wenn
man weiß wie man ihn behandeln muss, passiert garantiert nichts.
Vanessa hat zum Glück gar keine Probleme mit ihm, da sie auch keine Bedenken
hat
und ganz angstfrei mit ihm umgeht.
Kann er mit dir, Vanessa, also nun doch angstfrei aus seiner
gewohnten
Umgebung heraus?
Hundefreundin Vanessa:
Ich
weiß über seine ganze Vorgeschichte Bescheid und konnte mich so schon ein
wenig
auf ihn einstellen. Das mit der Operation und den dadurch resultierenden
Änderungen ist erst seit kurzem. Da wir uns schon davor kannten, weiß ich,
dass
er mir vertraut. Er kennt den Geruch meiner Wohnung, hat dort immer seinen
fixen
Platz und fühlt sich dadurch vermutlich sicher. Da er neuen Situationen und
Umgebungen ohne der Sicherheit von Frauchen/Herrchen eher skeptisch
gegenübersteht, würde ich auch zu einer Person mit Hundeerfahrung raten, die
ihm
Zeit lässt sich an die neue Situation zu gewöhnen. Er benötigt
wahrscheinlich
ein bisschen länger für die Kennenlernphase.
Wie war das erste und weitere Treffen mit Jumper und seinem Frauchen
Sonja?
Hundefreundin Vanessa:
Das
erste Kennenlernen war bei Sonja zuhause in Jumpers gewohnter Umgebung,
danach
ging es gemeinsam raus zum Spielen. Die Male danach hat mir Sonja den Hund
oft
vorbeigebracht oder ich ging bei ihr in der Nähe mit ihm spazieren.
Musste Sonja anfangs noch öfter dabei sein oder hat sie ihn dir
schnell
anvertraut?
Hundefreundin Vanessa:
Ich
war öfter bei ihr und wir sind einige Male zusammen spazieren gegangen und
haben
über das richtige Verhalten in bestimmten Situationen gesprochen. Erst als
Sonja
und ich uns sicher waren, dass sich Jumper wohlfühlt, bin ich mit ihm
alleine
Gassi gegangen. Das erste mal als Jumper dann in meiner Wohnung war, war
auch
nur für ein paar Stunden zum “Üben”. Erst als alles funktioniert hat, durfte
er
dann auch mal übernachten.
Habt ihr fixe Wochentage und Zeiten, an denen du Jumper abholst oder
wie
habt ihr euch arrangiert?
Hundefreundin Vanessa:
Nein, wir haben keine fixen Wochentage. Wir rufen uns meistens spontan
zusammen
und klären, ob sich der Zeitpunkt ausgeht.
Wie hat sich Jumper im Laufe der Zeit verändert, in der du ihn
kennst?
Hundefreundin Vanessa:
Er
ist auf jeden Fall mehr aufgetaut, wenn wir allein zuhause sind. Beim
Spielen
und Gassi gehen war von Anfang an alles perfekt. Die ersten Male als er bei
mir
in der Wohnung war, saß er immer nur deprimiert am Fenster, weil sein
Frauchen
nicht da war. Mittlerweile hat sich das aber gebessert, da er weiß, dass
Sonja
ihn ja wieder abholt.



